07.06.2013


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30.08.2013

06.09.2013


20.09.2013

27.09.2013

 

 

„Starline“
Adele Röder für DAS INSTITUT, New York

"SOFIA"
Yorgos Sapountzis, Berlin

„Passing by“
Screening: Rory Middleton, Janin Walter,
Bobby Niven, Salomeh Grace, Mark Briggs

„Night Sleep and Dress Code“
Veronica Brovall, Sonja Gerdes, Anna Mields

Danielle Adair & Natalie Häusler
kuratiert von Gladys-Katherina Hernando, Los Angeles

Johannes Weiß & Hannu Prinz, Berlin

„Dear Max Planck Society, …“
Marius Schmidt, Berlin

„Nowhere to run, nowhere to hide“
Gruppenausstellung kuratiert von Geoff Tuck, Los Angeles

„PAD LOCK“
kuratiert von Davida Nemeroff (Night Gallery), Los Angeles

Gruppenausstellung kuratiert von Johannes Weiß, Berlin

The Institute of Jamais Vue, London

Kasia Fudakowski, Heike Kabisch & Carla Scott Fullerton, Berlin

Laura Aldridge & Joe Scotland, U.K.

Finissage

 

Coverbild: © Sonja Gerdes, 2013

 

 

„Im übrigen ist es offensichtlich, daß die dem Stein aufgezwungene mathematische Anordnung nichts anderes darstellt als die Vollendung einer Entwicklung der irdischen Formen, denen in der biologischen Ordnung durch den Übergang von der affenähnlichen zur menschlichen Form, die bereits alle Elemente der Architektur darbietet, Sinn zukommt. Die Menschen bilden im morphologischen Prozess offenbar lediglich eine mittlere Etappe zwischen den Affen und den grossen Gebäuden.“

Georges Bataille, Kritisches Wörterbuch, 1929

Das diesjährige Set-Up des Infernoesque-Projekts lädt ein, kurz bei den Antropomorphismen Batailles zu verweilen. Der Berliner Projektraum hat seine langjährigen Räumlichkeiten in der Heidestraße verlassen und wird diesen Sommer an insgesamt 14 Wochenenden eine Grünfläche in der Leipziger Straße bespielen.

Unter dem Titel „Die lustige Grube“ hat der Berliner Künstler Alex Gross eine Ausstellungsarchitektur aus groben Holzbohlen entworfen, in deren Innenraum das Erdreich ausgehoben und Wurzeln freigegraben werden. So präsentiert sich die Ausstellungsfläche als ein ebenso herausforderndes wie ungewöhnliches Setting – geprägt von Präsenz und Rückzug gleichermaßen. „Die lustige Grube“ bietet Künstlern wie Besuchern mit jeder Veranstaltung eine neue Chance, die einzigartig architektonische Situation der Leipziger Straße im Zentrum Berlins zu erfassen und eigene Perspektiven auf Ort und Umgebung zu entwickeln.

Eine Brachen-Romantik kommt hier jedoch nicht auf – zu urban ist die Grünfläche und zu nah der Kontakt zum städtischen Leben. Die Ausstellungsarchitektur, eine Mischung aus modernistischer Tankstelle und Hieronymus Boschs „Baummann“, wird überragt von den farbigen Plattenbauten der Leipziger Straße 40 und 41. Die „Grube“ stellt damit eher eine unerwartete Abzweigung auf dem evolutionären Pfad zum Hochhaus dar. Die hier gezeigten künstlerischen Arbeiten müssen sich zwangsläufig im Kontext dieser umgebenden Strukturen behaupten. Aber nicht nur im architektonischen Dialog, auch im direkten Kontakt mit den Anwohnern steckt der besondere Reiz des Projektes, welches durch diese sowie die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) unterstützt wird und den geplanten Ausstellungen die Bühne bereitet.

Infernoesque setzt mit dem Sommerprogramm konsequent sein Bestreben fort, alternative Räume für künstlerische Experimente bereitzustellen, die als ästhetischer Gegenpol zum gängigen White Cube funktionieren. Das Infernoesque-Team – bestehend aus Sonja Gerdes, Johannes Weiß, Marius Schmidt, Alex Gross & Anna Mields – hat hierfür nationale und internationale Künstler eingeladen, um einen Dialog zwischen Menschen und Architekturen anzuregen.

Die Ausstellungen werden an insgesamt 14 Terminen von Juni bis September 2013 jeweils immer freitags (18.00 - 22.00 Uhr) und samstags (13.00 - 19.00 Uhr) in der Leipziger Straße 40 stattfinden. Zur Eröffnung der „lustigen Grube“ am Freitag, den 7. Juni 2013 zeigt Infernoesque die Arbeit „Starline“ der beiden in New York lebenden Künstlerinnen Kerstin Braetsch & Adele Röder. Das darauf wöchentlich wechselnde Programm wird von Künstlern und Kuratoren aus Berlin, London, Glasgow und Los Angeles gestaltet. Abschließend wird eine Sonderausgabe des Publikationsprojekts „Pascal Richter“ das kuratorische Programm zusammenfassen und in gedruckter Form aufbereiten.